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Die
Funktion eines Foucaultpendels |
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Die
Funktion eines Foucaultpendels ist mit einer Animation leicht zu
verstehen. Nehmen Sie zuerst an, dass das Pendel gerade �ber dem Nordpol
aufgeh�ngt ist. Unten links sehen Sie eine Animation die eben diese
Situation zeigt.
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Das
Pendel h�ngt also gerade �ber dem Nordpol. Ein Beobachter auf der
Erdkugel bei dem Pendel folgt nat�rlich der Rotation der Erdkugel
und empfindet, dass die Schwingungsebene des Pendels sich �ndert.
Die Schwingungsebene des Pendels bleibt aber
unver�ndert. Stattdessen dreht sich die Erdkugel unter dem Pendel.
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Diese
Animation zeigt ein Pendel am �quator aufgeh�ngt. Hier folgt das ganze
Pendel der Erdkugel. Es gibt also keine Rotation sondern das Pendel f�hrt
eine reine Translations-Bewegung von Westen nach Osten. Ein Zuschauer auf
der Erdkugel sieht also dass die Schwingungsebene des Pendels die ganze
Zeit dieselbe ist. |
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Animation
von John Willsund |
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Animation
von John Willsund |
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Am Nord-
und S�dpol dreht sich die Erdkugel 360� um ihre Polarachse in 24 Stunden.
Die Schwingungsebene des Pendels �ndert sich also (scheinbar) 360� in 24
Stunden. Am �quator �ndert sich die Richtung der
Schwingungsebene �berhaupt nicht, man kann sagen dass die Zeit f�r einen
Umlauf unendlich ist. Motala liegt zwischen diesen zwei Extremen, mit
Breite 58� 33�. Die Zeit, in der die Schwingungsebene des Pendels sich um
360� zu drehen scheint, betr�gt ca. 28 Stunden. In 24 Stunden dreht sich
das Pendel scheinbar um ca. 307�. Die Drehungsgeschwindigkeit der
Schwingungsebene ist 15�sin λ (� /Stunde), wobei λ die Breite ist, f�r
Motala also 58,55�. |
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Die
Drehungsgeschwindigkeit der Schwingungsebene einige Orten:
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Ort/Platz |
Ung. Breite (λ) |
Drehungszeit t = 24/sin λ |
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Rotation mit der Uhr |
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Der Nordpol |
90� N |
24 (23h 56
min) Stunden |
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Stockholm, Schweden |
59� N |
28 Stunden |
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Motala, Schweden |
59� N |
28 Stunden |
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Berlin, Deutschland |
52� N |
30 Stunden |
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London, Groβbritannien |
51� N |
31 Stunden |
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Manila, Philippinen |
14� N |
99 Stunden |
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Jakarta, Indonesien |
6� N |
230 Stunden |
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Rotation gegen der Uhr |
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Rio de
Janeiro |
23� S |
61 Stunden |
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Das Kapstadt |
34� S |
43 Stunden |
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Der Sydpol |
90� S |
24 (23h 56
min) Stunden |
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F�r
die Wiβbegierigen - wie die Bewegung sich in Gang h�lt so dass das
Pendel nicht stehen bleibt
Damit die Bewegung des Pendels wegen Luftwiderstand und Reibung
nicht stehen bleibt, muss man die ganze Zeit ein biβchen Energie
zuf�hren. In der Mitte der Bodenplatte gibt es daher eine Spule mit
einem Weicheisenkern eingesprengt. Gleich nachdem das Pendel einen
Umkehrpunkt passiert hat und auf dem Weg zur�ck zum Zentrum ist wird
ein Strompuls durch die Spule gesendet, die dann magnetisiert wird.
Die Pendelkugel wird dann w�hrend eines kurzen Augenblicks gegen das
Zentrum gezogen. Die Bewegung bekommt also jedesmal, wenn die Kugel
einen Umkehrpunkt passiert, einen Stoβ. Um die Passage �ber das
Zentrum der Spule zu registrieren gibt es im Zentrum der Spule 6
IR-Diode die IR-Licht aussenden. Wenn das Pendel die IR-Diode
passiert wird das Licht von der Unterseite der Kugel reflektiert und
in einem Sensor registriert. Ein Timer startet dann und nach einer
passenden Zeit wird ein Strompuls durch die Spule gesendet.
Ohne Antrieb
wird die Amplitude etwa 5,5 cm weniger pro 200 Schwingungen. Das
entspricht eine Niveau-Unterschied um ca 0,3 cm zwischen dem
Umkehrpunkt
und
dem Nulldurchgang pro 200 Schwingungen. Daher ist eine Energiezufϋhr
ΔEp = mgΔh ≈ 0,4 J, d h etwa 2 mJ/Schwingung n�tig,
um die
Bewegung mit unver�nderter Amplitude zu behalten.
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