Entdeckung des Foucault-Effekts

 Zurűck

 

Wenn man eine Kugel an einem Seil aufhängt und in Schwingung setzt, kann man nach einer Weile sehen dass das Pendel in einer anderen Schwingungsrichtung schwingt. Wie kommt das?

Stellen Sie sich vor, dass das Kugel ganz über der Polarachse aufgehängt ist und dass die Aufhängung reibungslos ist. Das Pendel schwingt die ganze Zeit in dieselbe Richtung hin und her, es folgt der Erdrotation nicht. Ein Beobachter auf dem Fuβboden folgt aber der Erdrotation und hat den Eindruck dass die Schwingungsrichtung sich langsam dreht. Es ist aber umgekehrt; das Pendel schwingt die ganze Zeit in derselben Richtung während der Beobachter der Erdrotation folgt.

Foucaults Pendelversuch zeigte in einer noch deutlicheren Weise als man früher hatte zeigen können, dass sich die Erde um ihre Achse dreht. Zu dieser Zeit war das schon durch astronomische Beobachtungen bekannt, aber mit Foucaults Versuch wurde das immer deutlicher da man die Rotation mit eigenen Augen sehen konnten.

 

 

In seinem berühmten Versuch 1851 hatte Foucault eine 28 kg schwere Eisenkugel in einem Seil in Pantheon, einer Kirche in Paris, aufgehängt. Ein unter der Kugel angebrachter Dorn zeichnete eine Spur in dem Sand unter dem Pendel.

Vor seiner groβen Demonstration im Pantheon hatte er einen Versuch zu Hause im Keller mit einem 2 Meter langen Pendel gemacht.

Heutzutage pflegt man eine Anordnung mit einem elektromagnetischen Vortrieb die etwas Energie zuführt zu versehen, um Energieverluste in der Aufhängung und Luftreibung zu kompensieren.