Kann man ein Foucaultpendel als eine Uhr benutzen?

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Nein, ein Foucaultpendel ist keine gute Uhr. Die Drehungsgeschwindigkeit der Schwingungsebene variiert zu viel. Die Drehungszeit der Pendelebene ist unter anderem  für eventuelle Asymmetrien der Aufhängung empfindlich und auch sehr empfindlich gegen Zug.

Theoretisch ist die Drehungszeit der Pendelebene

T = 24/sin λ, wo λ = die Breite des Ortes

In Motala auf 58° 33′ nördlicher Breite ist die Zeit für eine vollständige Drehung 360° T = 28 h 3 min

Wir haben 10  Messungen während einer Periode von 14Tagen gemacht und für unser Pendel  einen Mittewert T = 26 h 59 Minuten bekommen (mit einer Standardabweichung ca 17 Minuten).

Die fiktive Corioliskraft ist Fcor= -2mωv, wo m = die Masse der Kugel, v = die Geschwindigkeit der Kugel und ω = die Winkelgeschwindigkeit der Erde (ω = 7,292.10-5 rad/sek ). Die Kraft ist am größten wenn die Kugel in der niedrigsten Lage ist da die Geschwindigkeit der Kugel dann am größten ist.

Für unser Pendel ist der Niveau-Unterschied zwischen das oberste und das niedrigste Niveau ca 1,33 cm.

Da mgh = mv2/2 ist, bekommt man die Geschwindigkeit der Kugel in der niedrigsten Lage v = 0,51 m/sek.

 Da Fcor= -2mωv wird die Corioliskraft ca 4,8.10-4 N.

Die Corioliskraft die die Drehung der Schwingungsebene beeinflusst  ist also sehr gering. Die Kraft ist von derselben Größenordnung als die Schwere einer Briefmarke. Da aber kleine, kleine Änderungen der Richtung jeder Schwingung zusammengezählt werden wird der Effekt deutlich. Die Schwingungsebene dreht sich langsam nach rechts (auf der nördlichen Halbkugel).